DAS LAND,
DAS ICH LIEBE
Die Produktion ist die Teilnehmerin des Programms von Kunstfest Weimar (2025) und Voices Berlin Festival (2025).
Eine Installationsperformance nach dem Bestseller der Journalistin der “Novaya Gazeta” Elena Kostyuchenko. Das Buch wurde nicht nur für den russischsprachigen Buchmarkt zu einem Ereignis: Seine englischsprachige Übersetzung zählte 2023 laut The New Yorker und Time zu den besten Büchern des Jahres.
In “Das Land“ werden Kostjutschenkos Texte zu einer experimentellen Erforschung theatraler Formen und der Möglichkeiten, Wirklichkeit zu vermitteln. Die Inszenierung hat nicht den Anspruch, den Zustand des heutigen Russlands zu beschreiben. Sie versucht vielmehr, auf unterschiedlichen Wegen Antworten auf furchtbare, ja beschämende Fragen zu finden, die in jüngster Zeit weltweit an Aktualität gewonnen haben. Wie gestaltet man das Verhältnis zu einem Heimatland, das ins Böse abgleitet? Wie kann man Menschen verstehen und zumindest teilweise annehmen, die zugleich Opfer dieses Bösen und Beteiligte an ihm sind? Wo verläuft die Grenze zwischen Rechtlosigkeit und Gleichgültigkeit?
Das ist Kostjutschenkos persönliche Geschichte, ihre Erfahrung im Umgang mit einer Welt, die die meisten Menschen lieber nicht sehen. Autobiografische Texte, vorgetragen von einer russischsprachigen Schauspielerin, und dokumentarische Reportagen über Menschen ohne Stimme in Russland, gespielt von europäischen Schauspieler:innen, verflechten sich mit visuellen und akustischen Elementen zu einer vielschichtigen Erzählung. Die Aufführung wird zu einer Art Übersetzungsversuch – nicht nur von einer Sprache in die andere, sondern auch von einer Kultur in die andere.
VORSTELLUNGEN
22.08.2025
23.08.2025
Kunstfest Weimar
25.10.2025
Voices Berlin Festival
06.04.2026
Säälchen Berlin
TBA
BESETZUNG
REGIETEAM
Anna NarinskayaKonzept
Polina BorodinaDramaturgie
Vanya BowdenBühne
Ksenia SorokinaKostüme
Alina PetrovaSound-Design
Alina AnufrienkoSound-Design
Alexey PoluboyarinovTechnische Leitung
Yana BoytsovaLicht
Yana IsaenkoKamera
Erika KruschilnitskiÜbersetzerin
Maria DerraRechtsberatung
TRAILER
PRESSESTIMMEN
“Mit vollem Körpereinsatz spielende Borzykh agiert ihre Reporterkarriere bei der oppositionellen „Novaya gazeta“ aus. Die Episoden werden verbunden durch ihre Auseinandersetzung mit der Mutter (Khamatova), die den Konflikt der Generationen und den zwischen Aktivisten und Bevölkerung exemplarisch verdeutlicht”
”Ein dröhnender Abriss russischer Geschichte, Reportage von den schwarzen Rändern des Reichs, unterdrückte Indigene, zur Prostitution gezwungene Mädchen, immer wieder Krieg, bis ins Mark erschütternd, mit der fabelhaften Evgenia Borzykh in der Mitte”
“Ein dokumentarisches Theaterstück über den Abstieg in die Hölle einer jungen Journalistin, die mit Entsetzen den Verfall ihres eigenen Volkes beobachtet”
“Solotowizki erschafft die gesamte Inszenierung in einem angespannten Rhythmus. „Das Land” ist eine multimediale, mobile Installation, ein ständig in Bewegung befindlicher Mechanismus, ein Perpetuum mobile”
MEDIA
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